Wie SSC funktioniert
Club, Bordkasse, wer zahlt was und wer ist wer.
Stand: 2026-08-23
Die Soul Sailing Crew ist kein Reiseveranstalter. Wir verkaufen keine Reisen — wir bringen Menschen zusammen, die gemeinsam segeln wollen, und nehmen ihnen die Organisation drumherum ab.
Das klingt nach einer Feinheit, ist aber der Kern: Ein SSC-Törn ist ein privater Segeltörn unter Freunden, die sich vorher noch nicht kannten. Wer das verstanden hat, versteht alles andere von selbst.
Wer ist wer
| Skipper | Organisiert den Törn, chartert die Yacht im eigenen Namen und führt sie. Verdient daran nichts. |
| Törnleitung | Bei Flottillen: der Skipper, der den Törn insgesamt verantwortet — entscheidet über Bewerbungen und pflegt die Törnseite. |
| Coach | Gestaltet einen Themen-Törn (Yoga, Tauchen, Freediving …). Wird wie der Skipper freigehalten. |
| Mitsegler | Teil der Crew, nicht Gast. Trägt seinen Anteil an den Kosten. |
| Soul Sailing Crew | Vermittelt die Yacht, stellt die Plattform und wickelt die Zahlungen treuhänderisch ab — und ist nicht Vertragspartei des Törns. |
Wie ein Törn entsteht
Ein Skipper hat eine Idee: ein Revier, eine Woche, eine Vorstellung davon, wie der Törn werden soll. Er stellt sie auf die Plattform. Wir suchen die Yacht, prüfen die Charterfirma und rechnen die Kosten durch.
Sobald der Törn ausgeschrieben ist, kann man sich bewerben — nicht buchen. Der Unterschied ist Absicht: Die Törnleitung entscheidet, wer an Bord kommt, in der Regel nach einem kurzen persönlichen Kontakt. Eine Crew, die eine Woche auf zwölf Metern verbringt, wird nicht per Warenkorb zusammengestellt.
Ist der Platz freigegeben, bucht der Mitsegler ihn selbst in seinem Bereich und zahlt in zwei Raten. Alles Weitere — Crew-Chat, Unterlagen, Treffpunkt, Reiseplan — findet er dort ebenfalls.
Wie der ganze Weg im Einzelnen aussieht, steht in deinem Bereich unter „So geht's".
Wer zahlt was
Es gibt drei Töpfe, und sie werden bewusst getrennt gehalten:
Der Kojenpreis ist ein Kostenanteil, kein Reisepreis. Er ergibt sich aus dem, was der Törn tatsächlich kostet — Yacht, im Voraus fällige Extras, ein Puffer für die Bordkasse — geteilt durch die Mindestbelegung. Bei der Buchung wird die Kalkulation festgeschrieben: Der Preis steigt nachträglich nicht, auch nicht, wenn andere absagen. Buchen mehr Leute als nötig, fließt der Überschuss in die Bordkasse — der Törn wird für alle vor Ort günstiger. Ein festgelegter Anteil davon (in der Regel 25 %) geht in den Booking-Booster-Topf: Er ist die Gegenleistung dafür, dass die Community das Risiko trägt, wenn eine Yacht gebucht werden muss, bevor feststeht, ob genug Leute mitsegeln. Über die angekündigte Schätzung steigt eure Bordkasse dadurch nie.
Die Bordkasse deckt, was unterwegs anfällt: Essen, Hafengebühren, Diesel. Sie gehört der Crew, wird von der Crew verwaltet und am Ende offen abgerechnet. Skipper und Coach zahlen nicht ein — ihre Auslagen trägt sie.
Der Club-Beitrag ist die Mitgliedschaft in der Community. Er hat mit dem einzelnen Törn nichts zu tun und fließt nicht in ihn hinein. Was er kostet und was er bringt, steht auf der Mitgliedschaftsseite.
Was SSC am Törn selbst verdient: nichts. Wir leben von den Club-Beiträgen und von der Yacht-Vermittlung an die Skipper.
Warum Skipper nichts verdienen
Alle SSC-Skipper sind Freizeitskipper. Sie bekommen keine Vergütung — die Crew hält sie lediglich von den gemeinsamen Kosten frei und übernimmt ihre törnbezogenen Auslagen. Das ist die übliche Freihaltung des ehrenamtlichen Schiffsführers.
Der Grund ist nicht Sparsamkeit, sondern Haltung: Ein Skipper, der jede Woche dieselbe Route abfährt, weil es sein Job ist, bringt eine andere Energie an Bord als jemand, der genau diesen einen Törn fahren wollte. Warum das so ist, erklärt Uwe im Video „Warum gibt es bei uns nur Freizeit-Skipper?"
Das Kleingedruckte, das keins ist
Weil ein SSC-Törn keine Pauschalreise ist, gelten andere Regeln als bei einem Reiseveranstalter — bei der Kostenteilung, bei Absagen und bei der Haftung. Das ist kein Trick und nichts Verstecktes: Es steht vollständig und in normaler Sprache in der Crew-Vereinbarung, die du bei deiner Bewerbung bestätigst.
Wer wissen will, wie SSC entstanden ist und wer dahintersteckt: Über uns.