Skipper oder Coach werden
Voraussetzungen, Scheine, Wege — und wie Coaches einen Törn gestalten.
Stand: 2026-08-23
Du willst nicht nur mitsegeln, sondern selbst einen Törn auf die Beine stellen? Beides geht bei uns — als Skipper oder als Coach. Und beides beginnt mit einem Gespräch, nicht mit einem Formular.
Was du davon hast — und was nicht
Sagen wir es gleich vorweg: Du verdienst daran nichts. Skipper und Coaches bekommen bei SSC keine Vergütung. Die Crew hält dich von den gemeinsamen Kosten frei und übernimmt deine törnbezogenen Auslagen — Anreise, anteilige Skipperhaftpflicht, Kautionsversicherung. Das ist die übliche Freihaltung des ehrenamtlichen Schiffsführers durch seine Crew.
Was du bekommst, ist ein Törn, den du selbst gestaltest, mit einer Crew, die zu dir passt — und eine Community, die dir den ganzen Papierkram abnimmt.
Skipper werden
Die Voraussetzung
Auf unserer Plattform stehen ausschließlich Törns, deren Skipper ein Soul Sailing Skipperzertifikat besitzt oder als Anwärter zugelassen ist. Neu-Skipper sind nach einem persönlichen Gespräch ausdrücklich willkommen — das Debüt fährt man als Anwärter in einer Flottille, mit einem erfahrenen Lead-Skipper an der Seite.
Wir wollen bewusst keine beliebige Vermittlungsplattform für alle möglichen Törns sein. Das Vertrauen, das unsere Crews mitbringen, ist über Jahre gewachsen — und die Mindestanforderung an die Skipper ist der Preis dafür.
Der Weg dahin
Von der Badewanne zum Yachtskipper führt kein kurzer Weg, aber ein gut ausgeschilderter:
- Einstieg — mitsegeln, Seeluft schnuppern, lokal vernetzen (Jollen sind ein guter Anfang)
- Sportbootführerscheine — SBF Binnen (Motor + Segel, hier lernst du wirklich segeln), danach SBF See (überwiegend Theorie)
- SKS — Sportküstenschifferschein — Theorie geht gut online über Segelschulen oder Lerngruppen; den Praxistörn fährst du bei einer Segelschule oder mit Soul Sailing (DMYV)
- Persönliches Kennenlernen — bevor du bei uns skipperst, lernen wir uns kennen
- Skipper-Akademie — der erfolgreiche Abschluss unserer Skipper-Akademie
- Skippertraining — idealerweise dort, wo du später auch skippern willst
- Erstes Mal skippern — in einer Flottille, mit abgestimmter Crew und einem Flottillen-Skipper in Reichweite
- Skipperzertifikat — und danach eigene Törns und Flottillen
Was auf dich zukommt
Als Skipper bist du alleiniger Vertragspartner gegenüber Charterfirma und Versicherungen, du entscheidest über Route, Ablauf und darüber, wen du an Bord nimmst. Du trägst damit einen Großteil der Verantwortung — das kann und darf dir niemand abnehmen.
Umgekehrt: Deine Crew muss sich auf dich verlassen können. Ein kurzfristiger Skipper-Ausfall bedeutet für alle Beteiligten erheblichen Aufwand — die Crew muss sich neu abstimmen, ein Ersatzskipper bucht teure Flüge, Crewlisten und Lizenzen müssen neu durch. Wir haben bisher immer Ersatz gefunden, aber leicht war es nie.
Empfohlen, nicht vorgeschrieben: eine Skipperhaftpflicht und eine Jahres-Reiserücktrittsversicherung (ab etwa 30 € im Jahr).
Coach werden
Du bist Yogalehrerin, Tauchlehrer, Freediver, Fitness- oder Mentaltrainer — und hast Lust, das auf einem Segeltörn anzubieten?
Als Coach wirst du finanziell wie ein Skipper behandelt: Die Crew lädt dich ein, du wirst freigehalten. Du brauchst kein Segel-Zertifikat — den Törn führt der Skipper, du gestaltest das Thema.
Bisherige Beispiele: Yoga, Tauchen, Freediving, Fitness, Mental Coaching. Die Liste ist offen — wenn deine Idee zu einer Woche auf dem Wasser passt, passt sie wahrscheinlich zu uns.
Wie du anfängst
Sprich uns an. Wirklich — das ist der ganze erste Schritt. Wir helfen dir, den passenden Skipper und die passende Crew zu finden, und schauen gemeinsam, ob und wie deine Idee trägt.
Wenn du schon ein Konto hast: In deinem Bereich gibt es das Ideen-Board, auf dem Törnideen gesammelt werden und andere sich dazustellen können. Das ist oft der schnellste Weg herauszufinden, ob genug Leute mitwollen.